Die Vielfalt Namibias

Tag 284-290

An Namibias Küste

Von Sossusvlei machten wir uns auf den Weg nach Walvis Bay, eine kleine Hafenstadt an der Walfischbucht. Die Stadt liegt an einer Lagune mit Tausenden von Zugvögeln und Flamingos. Direkt am Meer entlang und umrahmt von mächtigen Dünen führte uns unser Weg weiter zur 30km entfernten Stadt Swakopmund. Hier verabschiedeten wir uns von unserem Reisebegleiter Jan, füllten unsere Lebensmittelvorräte auf und setzten unsere Reise alleine fort. Unser Ziel war Cape Cross und ein nahegelegenes Robbenreservat. Von Swakopmund Richtung Norden an der Küste entlang erreichten wir am Abend des 23. Septembers unseren Zeltplatz direkt am Meer. Bei gefühlten Minusgraden genossen wir den wunderschönen Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu der etwa 5km entfernten Robbenkolonie. Auf unserem Weg begegneten uns immer wieder einzelne Robben und kleinere Kolonien. Je näher wir der größeren Robben-Kolonie kamen, desto lauter wurde das Gebrüll. Zeitweilig versammeln sich hier bis zu 100.000 Zwergpelzrobben, eine der größten Robbenkolonien Afrikas.

Wandern im Erongogebirge

Genug von den kalten Temperaturen und dem starken Wind an der Küste, fuhren wir wieder in das Landesinnere. Unser erster Zwischenstopp war das Spitzkoppe Felsmassiv. Eine eindrucksvolle Landschaft mit skurrilen Gesteinsformationen, die zum Wandern und Herumklettern einlädt. Die Spitzkoppe wird auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und gilt als bekanntester Berg des Landes. Dies liegt vor allem an seiner markanten Gestalt. Mit einer Höhe von etwa 1728m ist die Spitzkoppe aber bei weitem nicht der größte Berg in Namibia.

Am Fuße des Erongogebirges lag unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit, die Ameib-Farm. Die Farm ist ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderer. Noch am Abend unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg zur Bull’s Party, um die gigantischen Felsbrocken (Granitkugeln) bei Sonnenuntergang zu genießen. Am nächsten Tag wanderten wir zur Phillips-Höhle, bekannt für zahlreiche Höhlenmalereien. Die bekannteste Felszeichnung zeigt einen weißen Elefanten, wahrscheinlich aus einer Zeit von 3370 vor unserer Zeitrechnung.

Naturdenkmäler im Damaraland

Angetan von den Felszeichnungen fuhren wir in das Damaraland, um uns weitere Felszeichnungen und Felsgravuren in der Umgebung von Twyfelfontein anzuschauen. Das Damaraland wird hauptsächlich von den Damaren bewohnt, die mit zu den ältesten Einwohnern Namibias zählen. Die Region ist nur sehr dünn besiedelt und von einer wilden und kargen Landschaft geprägt. Am Straßenrand findet man immer wieder kleine Verkaufsstände mit selbstgemachtem Schmuck und anderen dekorativen Dingen.

Auf dem Weg nach Twyfelfontein machten wir Halt an einem versteinerten Wald, ein Areal, wo sich fossile Baumstämme befinden, die bis zu 300 Millionen Jahre alt sind. Durch den luftdichten Abschluss der Stämme und dem Eindringen von Kieselsäure sind die Holzstämme über Millionen von Jahren versteinert. Sie können eine Länge von bis zu 30m erreichen und noch heute kann man die Jahresringe sehr gut erkennen.

Unser nächster Stopp waren die Felsbilder von Twyfelfontein. Es handelt sich dabei um eine der umfangreichsten Fundstätten von Felsgravuren auf der Welt. Die ältesten Felsbilder werden auf 24000 v.u.Z. geschätzt. Die Hauptmotive der Zeichnungen stellen Tiere und Tierfährten dar.

Wir setzten unsere Fahrt in Richtung Norden weiter fort. Unser nächstes, großes Ziel war der Etosha-Nationalpark, das bedeutendste Naturschutzgebiet Namibias.

Ein Kommentar zu “Die Vielfalt Namibias

  1. Anonymous

    Atemberaubende und faszinierende Bilder die einen neidisch werden lassen :) Namibia scheint eines der schönsten Reiseziele neben Neuseeland zu sein. Wir hoffen, wir sehen vom März 2015 auch nochmal tolle Bilder und Filmbeiträge von euch.

    glg Connie & Ronny

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