Kalaw und Trekking zum Inle Lake

Tag 346-350

Abkühlung in Kalaw

Nach den Tagen in Bagan zog es uns in etwas kühlere Gefilde, und wir nach Westen nach Kalaw. Kalaw liegt erhöht im westlichen Shan-Staat und ist Ausgangspunkt für einige Trekking-Routen in Richtung Inle Lake. Als wir am Samstag, 22. November, aus dem Bus ausstiegen, freuten wir uns über das gemäßigte Kilma und suchten uns eine Bleibe für die Nacht.

Über unsere Unterkunft konnten wir dann auch gleich eine Trekking-Tour buchen und wir entschieden uns für ein 3-tägiges Trekking mit gemäßigtem Anspruch.

Trekking zum Inle Lake

Am Sonntag ging es dann auch direkt los. Mit uns in der Gruppe waren die zwei Berliner Hendrik und Uwe. Unser Guide Aung So führte uns über gewundene Pfade durch fast mitteleuropäisch anmutende Landschaften. Getreidefelder und Laubwald wechselten sich ab, es ging über leichte Anhöhen, die einen tollen Ausblick auf weite Täler boten. Zur Mittagszeit stieß der Koch zu uns, der uns mit warmem Essen verköstigte. Wir trekkten fast den ganzen Tag bei angenehmen Temperaturen und einem nicht allzu fordernden Weg. Von der Anstrengung her also nicht ansatzweise vergleichbar mit unserem Trekking in Laos und somit etwas mehr orientiert an der Belastbarkeit westlicher Urlauber – trotzdem natürlich eine schöne Erfahrung.

Am Abend landeten wir in einem Dorf, wo wir übernachteten. Zum Duschen standen draußen Wasserkübel bereit und wir beeilten uns damit, bevor die Kühle der Nacht hereinbrach. Zum Abendessen erhielten wir wieder Köstlichkeiten, die der Koch in der Nachbarhütte gezaubert hatte. Es herrschte kein Mangel an vegetarischen Speisen und wir aßen uns satt.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um unser Tagespensum zu schaffen. Der Sonnenaufgang sorgte für eine tolle Stimmung, die Täler lagen noch versunken im morgendlichen Nebel.

Der zweite Tag verlief ähnlich angenehm. Wir liefen viel, machten aber genug Pausen und wurden gut mit Essen versorgt. Wir gelangten unterwegs auf einen Markt, auf dem wir bei den kleinen Ständen Obst und Wasser nachkaufen konnten.

Unser Guide Aung So erzählte uns, dass er vor seiner Zeit als Guide Mathematiklehrer gewesen war. Er wurde deshalb auch nicht müde, uns kleine, kniffelige mathematische Rätsel und Aufgaben zu stellen und so ging die Zeit schnell herum. Am Abend kamen wir zu einem Kloster, wo mehrere Trekkinggruppen, einschließlich unserer, übernachten sollten. Dadurch fühlten wir uns ein wenig wie in einer Massenunterkunft (was sie ja im Grunde auch war). Unser Koch sorgte wieder für leckeres Essen.

Am dritten Tag trekkten wir etwas kürzer. Wir kamen gegen Mittag am südlichen Teil des Inle Lakes heraus. Von dort aus ging es mit dem Schiff über den See und über einen Kanal zu dem Ort Nyaung Shwe, der nördlich vom Inle Lake liegt. Vorher jedoch verabschiedeten wir uns von unserem Guide Aung So, der eine hervorragende Begleitung gewesen war.

In Nyaung Shwe angekommen checkten wir in einem Hostel ein und genossen erstmal eine richtige Dusche und nach einem Abendessen das weiche Bett. Es erstaunlich, wie man solche sonst alltäglich erscheinenden Annehmlichkeiten zu schätzen lernt.

Am Mittwoch, den 26. November, erkundeten wir Nyaung Shwe, unternahmen aber sonst nichts weiter.

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