Monywa und Bagan

Tag 341-345

Monywa: abseits vom Massentourismus

Wir hatten uns überlegt, auf dem Weg nach Bagan einen Stopp in Monywa einzulegen. Monywa ist eine kleine Stadt, die gut 100 km westlich von Mandalay liegt. Sie bietet wenige Sehenswürdigkeiten im eigentlichen Sinne und wird deshalb von vielen Touristen auch ausgelassen – dafür hat man eine gute Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen, weil die Menschen durch den Tourismus noch nicht so verdorben sind.

Montagmittag, am 17. November, setzten wir uns also in den Bus und erreichten Monywa am frühen Abend.

Am folgenden Tag liehen wir uns über das Gästehaus wieder Roller, um in die umliegenden Dörfer zu fahren. Wenn wir unterwegs hielten, wurden wir von Einheimischen oft interessiert angesprochen und auch in deren Häuser eingeladen. Als wir bei einem der Klöster einen Stopp einlegten, wurde uns sogar Essen angeboten und bei einer Dorfschule wurden wir vom erfreuten Lehrer mit in den Unterricht eingebunden. Es waren sehr schöne Erfahrungen mit diesem gastfreundlichen Volk.

Auffällig fand ich bei den Begegnungen, schon seit meiner Ankunft in Myanmar, die hohe Abhängigkeit der einheimischen Bevölkerung von Betelnüssen. Fast jeder Dritte kaut sie und spuckt den blutrot verfärbten Speichel aus.

Bagan: zwischen 2000 Tempeln

Am Mittwoch traten wir die Weiterfahrt nach Bagan an. Für viele Reisende und Touristen ist die historische Königsstadt die Hauptattraktion des Landes. Entsprechend hoch ist der touristische Andrang. Wenn man aber einmal zwischen den Tempeln steht, kann man die Begeisterung verstehen.

Auf dem ganzen Gelände sind keine motorisierten Fahrzeuge erlaubt. Da das ganze Gebiet aber sehr weitläufig ist, werden elektrische Fahrräder verliehen. Nachdem wir uns am ersten Tag nur in der Nähe unserer Unterkunft aufgehalten hatten, nutzten wir den Donnerstag und den Freitag, um die riesige Tempelstadt zu besichtigen. Ein besonderes Erlebnis sind die Abendstunden und der Sonnenuntergang sowie natürlich der Sonnenaufgang. Es gibt die Möglichkeit, in diesen Morgenstunden vom Heißluftballon aus die zahlreichen Tempel von oben zu bewundern. Der Preis ist allerdings mit umgerechnet gut 300€ stolz.
Wir begnügten uns daher mit der Aussicht von einem der vielen Ziegelstein-Tempel.

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